„Narben erinnern uns an das Erlebte, aber sie definieren nicht unsere Zukunft.“

Mark Twain

Schmerzfreie Narbenentstörung

Narben – egal wie alt und wie groß – sind Störfaktoren im faszialen Gewebe. Sie können ein kosmetisches und/oder seelisches Problem darstellen, können Bewegungseinschränkungen und Missempfindungen wie Juckreiz, Kribbeln, Kälte- und Taubheitsgefühle oder sogar Schmerzen hervorrufen. Für viele Betroffene stellt der Bereich der Narbe keinen Teil ihres Körpers mehr dar. Sie haben die Wahrnehmung dafür verloren oder aufgrund des Traumas, das die Entstehung der Narbe hervorrief (Hundebiss, Operation, Verletzung etc.), unbewusst unterdrückt.

Oft merken Betroffene erst nach der „Entstörung“, welche strukturellen Einschränkungen die Narbe hervorrief. Schon eine kleine Narbe, verursacht z.B. durch einen minimal-invasiven Eingriff, kann zu gravierenden Veränderungen im strukturellen Bereich führen.

Durch das manuelle, schmerzfreie Lösen von Verhärtungen, Verwachsungen, Knoten, Wülsten und Beulen einer Narbe „verschmilzt“ deren Gewebe mit dem dreidimensionalen Fasziennetz. Entstehung, Alter und Art der Narbe sind nicht relevant. Normalerweise reagiert das Narbengewebe umgehend und seine Funktionalität verbessert sich. Da die Methode sehr sanft ist, ist selbst die Entstörung von frischen Narben möglich. Neben dem erfreulichen kosmetischen Effekt stellen die funktionellen Verbesserungen für viele Klienten ein neugewonnenes Körpergefühl ohne Missempfindungen, die sie teilweise viele Jahre oder sogar Jahrzehnte hatten, dar.

Narben nach Kaiserschnitt

Narben tendieren dazu, sich zu verkürzen und das umliegende Gewebe zusammenzuziehen. Dies kann besonders bei einer Kaiserschnittnarbe dazu führen, dass ein kaum merklicher Zug auf der Vorderseite des Oberkörpers entsteht und die Bewegung der inneren Organe eingeschränkt ist. Nach dem Kaiserschnitt, einer tiefen Bauchoperation, bei der auch die Verbindung zum Beckenboden durchtrennt wird, können die Muskeln im Bauchbereich eine Dysbalance aufweisen und Ursache sein für Beschwerden im gesamten Unterleib, Rücken und Beckenboden (Thema Inkontinenz etc.). Diese Spannungen werden über das Fasziennetz weitergegeben und können somit auch in Bereichen des Körpers zu Störungen führen, die man nicht unbedingt mit dem Kaiserschnitt in Verbindung bringt.

Mit manuellen Massagetechniken strebe ich an, auf schmerzfreie Art die Spannung aus dem Gewebe zu nehmen und die Narbe zu „entstören“. Dadurch soll verhindert werden, dass Verwachsungen oder sogar strukturelle Einschränkungen aufgrund der Narbe entstehen.

Zusätzlich reorganisiere ich den Unterleib, denn durch die Schwangerschaft hatten die inneren Organe unter großem Platzmangel zu leiden und wurden teilweise erheblich verschoben. Bei einem Kaiserschnitt, d.h. einem abrupten Abschluss der Schwangerschaft, durchläuft der Unterleib nicht denselben Rückbildungsprozess wie bei einer normalen Geburt und es ist möglich, dass die inneren Organe oder das Zwerchfell in einer falschen Position stecken bleiben.

Somit ist es für den Rückbildungsprozess äußerst förderlich, das Gewebe um die Kaiserschnittnarbe und im gesamten Bauchraum mit einer faszialen Massage zu unterstützen.

Zeitpunkt der Massage: frühestens 6 Monate nach Entbindung

Preis

ca. 50 Minuten 60,– €